Ein Notebook und eine stabile WLAN-Verbindung, mehr ist in vielen Fällen nicht nötig, um auch unterwegs genauso produktiv arbeiten zu können wie im Büro. Doch Vorsicht: Mit Ihnen gehen auch vertrauliche personenbezogen Daten auf Reisen, die unterwegs besonders gefährdet sind. Daher sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit es auf Geschäftsreisen nicht zu Datenschutzverletzungen kommt.

Notebooks & Smartphones

Passwort verwenden:

Alle Geräte sollten mit einem Passwort gesichert sein. Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens 12 Zeichen, enthält Groß und Kleinschreibung sowie Sonderzeichen und Zahlen. Wechseln Sie das Passwort nur, wenn Ihr Konto angegriffen wurde. Zu häufige Passwortwechsel führen in der Regel zu schwachen Passwörtern, daher raten IT-Sicherheitsspezialisten davon eher ab. Ob Ihr Konto Ziel eines Angriffs war, können Sie über diverse Webseiten wie https://haveibeenpwned.com/ prüfen.

Geräte verschlüsseln:

Die Festplatten von Notebooks sollten verschlüsselt sein. Selbst wenn das Gerät abhanden kommt, sind so die dort gespeicherten Daten sicher. Bei Windows 10 Pro ist mit Bitlocker bereits eine Verschlüsselung integriert, sie muss nur aktiviert werden. Mac-Nutzer können das integrierte FileVault nutzen, um Ordner und Festplatten zu schützen. Bei anderen Betriebssystemen lässt sich diese Funktion durch Drittanbieter leicht nachrüsten.

Schutzfolien verwenden:

Sowohl im Zug wie auch im Flugzeug ist meistens nicht viel Privatsphäre, der Sitznachbar kann leicht auf Ihren Bildschirm sehen. Um das zu verhindern, verwenden Sie Sichtschutzfolien. Die lassen ein Blick nur zu, wenn Sie frontal hineinschauen. Bei einem seitlichen Blickwinkel bleibt der Bildschirm schwarz.

USB-Sticks

Generell sollten Sie keine vertraulichen Geschäftsunterlagen oder personenbezogene Daten auf einem USB-Stick speichern. Die kleinen Speichersticks sind zwar praktisch, aber auch sehr leicht zu verlieren. Sollten Sie dennoch nicht auf diese Speichermedien verzichten wollen, sollten Sie sie unbedingt verschlüsseln. Entsprechende Software gibt es von verschiedenen Herstellern. Alternativ gibt es USB-Sticks, die bereits eine Hardware-Verschlüsselung mitbringen oder mit Fingerabdruck-Sensoren gesichert sind.  

Telefongespräche

Jeder hat das schon erlebt: Jemand telefoniert im im Zug oder Restaurant mit voller Lautstärke und diskutiert geschäftliche Themen. Vermeiden Sie das! Wenn Sie sich in der Öffentlichkeit befinden, diskutieren Sie keine Geschäftsgeheimnisse oder Personalangelegenheiten. Vereinbaren Sie einen Rückruf und telefonieren Sie, wenn Sie sich wieder in Ihrem Hotelzimmer oder einem abgeschiedenen Meetingraum befinden.

Vorsicht vor Diebstahl

Notebooks, Smartphones oder Aktentaschen sind gern gesehene leichte Beute für Diebe. Lassen Sie Ihre Geräte daher nicht aus den Augen! Falls doch etwas abhandenkommt, informieren Sie unverzüglich Ihren Datenschutzbeauftragten oder IT-Verantwortlichen. Sollten durch den Diebstahl personenbezogene Daten betroffen sein, handelt es sich möglicherweise um einen meldepflichtigen Datenschutzverstoß. Hier gilt eine gesetzliche Frist bis zur Meldung bei der zuständigen Behörde von 72 Stunden.